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Angst vor dem Feind ist verboten Am Schleipfuhl werden Boxer und andere Hunde ausgebildet HÖNOW Seit 25 Jahren gibt es in Hönow einen Boxer-Club. Zweimal pro Woche treffen sich hier die Hundefreunde, um Züchtertips auszutauschen und ihre Vierbeiner auf Prüfungen vorzubereiten. Ein Schuß knallt durch die Luft. Jüris bleibt unbeeindruckt. Auch der Mann, der drohend einen Schlagstock schwingt, kann sie nicht schrecken. Ein kurzes Knurren - schon hat sich die 15 Monate alte Boxerhündin im gepolsterten Lederärmel des Angreifers festgebissen. Zufrieden tätschelt Carsten Berndt den Rücken seines Hundes. Noch ist alles nur Training. Aber bald soll Jüris zur "Zuchttauglichkeitsprüfung" antreten, und da heißt es: Keine Angst vorm Feind! Wer das Weite sucht, ist durchgefallen. Bei zweimaligem Versagen helfen auch die besten Erbanlagen nichts mehr - der Hund wird nicht zur Zucht zugelassen................................................................................ .............................................................. Für den Hundenachwuchs ist im Klub der Besitzer der tapferen Jüris zuständig. Als Hundezuchtwart betreut Carsten Berndt seit fünf Jahren Züchter und Welpen. Schon als Kind war er ein Hundenarr; daß er sich auf Boxer spezialisierte, war jedoch eher Zufall. "Der Boxer ist der einzige Hund mit Gesicht und Seele", schwärmt er heute über seine Lieblingsrasse. Die Größe sei ideal, die Tiere kinderlieb und wegen ihrer kurzen Haare pflegeleicht. Vor 15 Jahren ist Carsten Berndt dem Verein beigetreten. Seitdem fährt er regelmäßig nach Hönow, um mit seinen drei Hunden zu trainieren, mit den anderen Besitzern zu klönen oder Feste zu feiern. Meist sind auch seine Frau und die beiden Kinder dabei. "Hier ist es richtig familiär geworden", beschreibt er die Atmosphäre des Boxerklub. Zuhause in Falkenberg betreibt Carsten Berndt eine kleine Boxerzucht. Aus seinem jüngsten Wurf hat sogar der Sänger und Metropol-Intendant Rene Kollo ein Hundebaby erstanden. Leben kann Berndt von der Zucht allerdings nicht: 1500 Mark kostet ein Welpe, zwischen drei bis sechs verkauft Berndt pro Jahr. Deshalb ist der 34jährige hauptberuflich Tierwirt an der Humboldt-Universität. Zu seiner Arbeit gehört auch die Zucht, wenngleich es sich dabei um eine ganz andere Tierart handelt - tropentaugliche Hühner. +++
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